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Korrupter Staatsanwalt: Mindestens acht Jahre Haft gefordert

Im Prozess um den korrupten Staatsanwalt sind am Landgericht Hannover die Plädoyers gesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft hat achteinhalb Jahre Haft für den damaligen Kollegen gefordert. Er soll wegen Bestechlichkeit und Strafvereitelung im Amt verurteilt werden. Die Staatsanwaltschaft sieht es als erwiesen an, dass der 40-Jährige interne Informationen aus der Justiz gegen Geld an eine Drogenbande weitergab und diese unter anderem vor einer Razzia warnte. Die Bande war für die Einfuhr von 16 Tonnen Kokain in den Hamburger Hafen verantwortlich. Im Prozess hatte der angeklagte Staatsanwalt 9 der 14 vorgeworfenen Taten zugegeben. Seine Anwälte plädierten auf nicht mehr als acht Jahre und zwei Monate Haft. Für den mitangeklagten Boxtrainer hat die Staatsanwaltschaft eine Strafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung gefordert. Er soll als Mittelsmann zwischen der Drogenbande und dem Staatsanwalt fungiert haben. Das Urteil in dem Prozess wird an diesem Freitag erwartet.