Die Entscheidung über die geplante Neubaustrecke der Bahn zwischen Hamburg und Hannover ist vertagt. Union und SPD im Bundestag wollen zunächst weiter beraten. Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne begrüßt die gewonnene Zeit. Die bisherigen Planungen seien umstritten und würden auf Jahrzehnte Verbesserungen für Pendler, Reisende und den Güterverkehr verhindern. Niedersachsen wolle deshalb weiter für mehr Kapazität und besseren Lärmschutz auch an der bestehenden Strecke werben. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay kritisiert die Verschiebung dagegen scharf. Die Bundesregierung sei handlungsunfähig und vor der niedersächsischen Landesregierung eingeknickt, so Onay. Dabei würden lokale Interessen über die Interessen des Landes und des Wirtschaftsraums Hannover gestellt. Eine Entscheidung über die Bahntrasse könnte nun Anfang Oktober im Bundestag fallen.
Entscheidung über geplante Neubaustrecke Hamburg und Hannover vertagt