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++ 2G im Einzelhandel: Handelsverband und IHK kritisieren Pläne der Landesregierung ++

In immer mehr Bundesländern kommen Ungeimpfte nicht mehr in den Einzelhandel. Auch Niedersachsen plant eine 2G Regel für alle Geschäfte abseits der Läden für den täglichen Grundbedarf. Das sorgt für Unmut in der Branche. Bei einer möglichen 2G-Regelung fordert der Handelsverband Hannover etwa eine finanzielle Entschädigung. Primär wolle der Handel verkaufen und sei kein Treiber der Pandemie. Die Verschärfungen würden das Weihnachtsgeschäft und die mit Abstand umsatzstärkste Zeit des Jahres treffen, so der Handelsverband. Eine 2G-Regelung wäre für Unternehmen existenzbedrohend. Auch die Industrie und Handelskammer Hannover äußerte sich kritisch zu den Plänen. Die IHK befürchtet das 2G vor allem im Innenstadthandel zu massiven Umsatzeinbrüchen führen wird. Das wäre geradezu katastrophal, weil viele Unternehmen bereits im vergangenen Jahr während des enorm wichtigen Weihnachtsgeschäfts schließen mussten. Da parallel auch die Gastronomie inklusive der Weihnachtsmärkte zunehmend Einschränkungen erfahre, sei letztendlich nichts weniger als die Existenz der Innenstädte bedroht, so die IHK Hannover. Regierungssprecherin Anke Pörksen betonte am Mittwoch, dass in Niedersachsen künftig auch in der Warnstufe 2 eine Verschärfung im Einzelhandel auf 2G vorgesehen sein soll.