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++ Jetzt endgültig: Marktkirche darf umstrittenes Reformationsfenster einbauen ++

Das Ende eines jahrelangen Rechtsstreits: Die Marktkirche in Hannover darf das umstrittene „Reformationsfenster“ nun endgültig einbauen. Vor dem Oberlandesgericht Celle haben die Gemeinde und der Sohn des Marktkirchen-Architekten am Dienstag einen Vergleich geschlossen.

Die Marktkirchengemeinde verpflichtete sich dazu, ein Hinweisschild in Fensternähe einzubauen. Das soll an die Leistung des Architekten erinnern – und das umstrittene Fenster explizit davon ausnehmen. Wörtlich wird es heißen, die Besucher seien eingeladen, sich den durch das Reformationsfenster hergestellten „Kontrast bewusst zu machen und gezielt die schlichte Gestaltung des übrigen Innenraums auf sich wirken zu lassen.“ So sollten sie die „Großartigkeit des von Professor Oesterlen geschaffenen Werks in besonderer Weise“ erfassen.

Das von Künstler Martin Lüpertz gestaltete Fenster zeigt Martin Luther und fünf dicke, schwarze Fliegen. Altkanzler Gerhard Schröder hatte es der Marktkirche vor fünf Jahren geschenkt.