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++ Minister Tonne: Bei Störungen von Corona-Leugnern sollen Schulen Polizei einschalten ++

Lehrer und Schulleiter in Niedersachsesind offenbar immer öfter den Attacken und Pöbeleien von Corona-Leugnern ausgesetzt. Nach Angaben des Kultusministeriums sind Drohungen, Beleidigungen oder Störungen des Schulbetriebes durch Erziehungsberechtigte keine Ausnahmen mehr. Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat deshalb laut Haz eine „Null-Toleranz-Strategie“ angekündigt und die Schulleitungen zum Durchgreifen aufgefordert – zusammen mit der Polizei. Er habe Verständnis dafür, dass Regelungen wie insbesondere die Maskenpflicht an Grundschulen auch Kritik hervorriefen und kontrovers diskutiert würden. Es gehöre sich allerdings nicht, diese Kontroverse in aggressiver, polemischer und beleidigender Art und Weise in die Schulen zu tragen, schreibt Tonne nach Informationen der Haz in einem aktuellen Brief an die Schulen. Der Überschreitung zulässiger Kritik durch Straftaten oder Verletzung von Persönlichkeitsrechten müsse konsequent entgegentreten werden. Bei der Polizei könnten die Schulen nicht nur Anzeige erstatten, sondern auch Beratung erhalten. Kultusminister Tonne rät der Lehrerschaft auch, sich nicht auf Gespräche mit „Corona-Querulanten“ einzulassen. Es bestehe das Risiko, dass dies gefilmt und danach ins Internet gestellt werde, um dort weiter Stimmung gegen die Schutzmaßnahmen in der Pandemie zu machen.